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Digital Business Consulting

Digital Business Consulting  geht über digitale Teilstrategien wie Digital Marketing, Mobile Business, Social Media Marketing oder Industrie 4.0 hinaus und verankert die Digitalisierung konsequent in der Unternehmensstrategie. Bei der digitalen Transformation werden die Strategie, das Geschäftsmodell, die Organisation, die Prozesse und die Kultur im Unternehmen durch den Einsatz digitaler Technologien kombiniert verändert. Das Modell dieser Form der Unternehmensberatung basiert auf neun Bausteinen.

Mobirise

Baustein 1: Kundenerfahrung. Digital reife Unternehmen  sind in der Lage, Angebote und Serviceleistungen auf das veränderte Verhalten der digitalen Kundschaft auszurichten. Dies wird immer wichtiger, da sich die Anbieter kaum noch über den Preis, sondern vielmehr über die Kundenfreundlichkeit differenzieren können. Gerade hier kann ein Kleinunternehmen mit hervorragendem Kundenkontakt und einfachen, nachvollziehbaren Abläufen punkten. Ziel ist es, die Kundinnen und Kunden vor, während und nach der Inanspruchnahme eines Angebots mit digitaler Unterstützung optimal zu begleiten. Es geht also um das ganze Kundenerlebnis.

Um die Kundenzufriedenheit abzufragen, montierte ein kleiner Kantinenbetrieb ein Tablet, auf dem die Gäste nach jedem Besuch ihre Meinung zu Essen und Service abgeben können. Durch Klicken auf den Smiley, auf das Icon mit den geraden Mundwinkeln respektive auf das Symbol mit den heruntergezogenen Mundwinkeln drückt der Kunde den Grad seiner Zufriedenheit aus. Aufgrund dieser Informationen kann der Betrieb die Qualität nun laufend verbessern. Eine einfache Installation mit grosser Wirkung.


Baustein 2: Produkt- und Prozessinnovation. Digital  reife Unternehmen nutzen digitale Technologien, um neue Services und Produkte zu entwickeln und sich durch innovative Angebote einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Oder sie verbessern bestehende Abläufe durch die neuen Möglichkeiten digitaler Technologien aus Sicht der Kundinnen und Kunden. Ein Beispiel hierfür ist die bereits erwähnte E-Mail-Einladung eines Garagisten, den anstehenden Reifenwechsel selber zu managen. Eine Buchungsplattform zeigt dem Kunden die noch freien Termine auf, liefert Daten zu den eigenen Reifen wie die Marke oder die Profiltiefe sowie weitere hinterlegte kundenspezifische Angaben. Falls die eingelagerten Reifen nicht mehr genügen, erhält der Kunde auf Wunsch einen Vorschlag zum Kauf neuer Reifen. Diese digitale Interaktion könnte – in angepasster Form – auch von einem Coiffeur, einem Physiotherapeuten  oder einem Gärtner angewendet werden. 

Um Möglichkeiten für Produkt- und Prozessinnovationen zu erkennen, werden bestehende Geschäftsmodelle punktuell oder insgesamt hinterfragt und erneuert. 


Baustein 3: (Digitale) Strategie. Die digitale Strategie  beginnt bei den Kundinnen und Kunden und ihren Bedürfnissen. Nur wenn ein Unternehmen diese Bedürfnisse kennt und befriedigt, kann es mit der digitalen Strategie erfolgreich sein. Die Strategie eines digital reifen Unternehmens ist konsequent darauf ausgerichtet, die Möglichkeiten von digitalen Technologien für ihre Kunden erfolgreich zu nutzen. Ein Beispiel dafür ist das E-Bike «Stromer – Modell ST2» und die eigens dazu entwickelte Plattform Omni. Diese ermöglicht dem Fahrer den ortsunabhängigen Zugang zum Fahrrad via Smartphone, um etwa Einstellungen vorzunehmen oder den Diebstahlschutz aus der Ferne zu aktivieren.

Dabei handelt es sich um echte Kundenbedürfnisse – nicht um Spielereien. Die digitale Strategie ist bei digital reifen Unternehmen auch nie nur eine Marketingstrategie. Dies zeigt das Startup aducca AG: Es hilft regionalen Maler- und Gipserbetrieben durch eine Vermittlungsplattform, ihre Ressourcen zu teilen, zu optimieren und personelle Unter- oder Überkapazitäten zu vermitteln. Für Auftraggeber ist es zudem äusserst einfach, eine Anfrage zu erstellen und innert kürzester Zeit Angebote zu erhalten. Das neue, digitale Geschäftsmodell schafft analoge Aufträge – und dies in einer eher traditionellen Branche. Durch solche digitalen Vermittlungsund Tauschplattformen können bestehende Akquisitionsprozesse sinnvoll ergänzt werden. 


Baustein 4: Organisation. Digital reife Unternehmen passen ihre Organisation und ihre Ressourcen an die geänderte Strategie an, um die neuen Herausforderungen effizient anzugehen – und zwar mit dem Ziel, zeitnah digitale Kompetenzen zu erlangen.


Baustein 5: Prozessdigitalisierung. Im digital reifen  Unternehmen sind alle relevanten Prozesse auf die digitalen Strukturen ausgerichtet und wo möglich automatisiert. Wie ein Bauunternehmen die Prozessdigitalisierung umsetzen kann, zeigt folgendes Beispiel: Das Baugeschäft nutzt Tablets und eine entsprechende Software. So kann der Polier abends vor dem Verlassen der Baustelle die Arbeitsrapporte vor Ort eingeben, gleich kontrollieren und dem Bauführer senden. Dieser verifiziert die Angaben stichprobenweise und gibt sie direkt an die Buchhaltung weiter.

Auf diese Art werden Prozesse transparent und können beschleunigt  werden. Ausserdem lässt sich die Fehlerquote etwa aufgrund unleserlicher Schriftangaben vermeiden. Die Rechnungsstellung erfolgt zeitnah, was wiederum die Liquidität erhöht. 


Baustein 6: Zusammenarbeit. Digitale Technologien  werden im digital reifen Unternehmen genutzt, um die Zusammenarbeit, die Kommunikation und das mobile Arbeiten sinnvoll zu unterstützen. So kann zum Beispiel ein Sanitärbetrieb dank dem Einsatz moderner Kommunikationstechnologien die Arbeitsfortschritte seiner Monteure online unmittelbar erfassen sowie Folgetätigkeiten planen und auslösen.

Durch die effiziente, standortunabhängige Vernetzung können zudem Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen projektbasiert beigezogen werden. 


Baustein 7: Informations- und Kommunikationstechnologien.  Ein digital reifes Unternehmen stellt seine Informations- und Kommunikationstechnologien auf die neuen Herausforderungen um. Kleinunternehmen finden mit KMU Digital beste Voraussetzungen vor, um die eigene Digitalisierung in Kooperation mit Partnerunternehmen voranzutreiben. 


Baustein 8: Kultur und Expertise. Digital reife  Unternehmen haben eine Unternehmenskultur geschaffen, in der Offenheit und Verständnis gegenüber digitalen Technologien gelebt wird. Ausserdem sind Fähigkeiten wie Neugier und Verhaltensweisen wie Ausprobieren verankert. Dazu gehören auch die Förderung von Experimenten und die Akzeptanz von Fehlern und Rückschlägen. Denn um ein optimales Kundenerlebnis zu schaffen, müssen erfolgreiche Erfahrungen mit neuen Ideen kombiniert werden.


Baustein 9: Transformationsmanagement. Die digitale  Transformation ist ein von der Unternehmerin, dem Unternehmer geplanter und gesteuerter Prozess und bedeutet Teamarbeit. Sämtliche Bereiche müssen dazu an einem Strang ziehen. Prozesse müssen angepasst, Strukturen verändert und dann entsprechend gelebt werden. Ein digital reifes Unternehmen setzt die Veränderungen aus innerer Überzeugung um. Weil es neu so besser ist. Und weil die Zukunft des Unternehmens damit neu gestaltet wird.


Quelle: https://www.alexandria.unisg.ch/250062/1/LOW_160152_PostFinance_ku16_mai16_DE_V26.pdf


Mag. Urs Seiler

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